Weihnachtsgeschenke

Spätestens jetzt wird es Zeit für die Weihnachtsgeschenke. Ich habe schon das meiste – einige Bücher fehlen noch. Und ich freue mich schon sie in Ruhe in unserer Buchhandlung zu kaufen. Die Liste ist schon geschrieben.
Aber wer mir etwas schenken möchte, dem kann ich nur das folgende Schaubild ans Herz legen! Das klappt bei mir und sicherlich den meisten Leseratten, die ich so kenne.

gefunden bei Facebook

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Advertisements

Stories for Boys Who Dare to be Different – Vom Mut, anders zu sein von Ben Brooks

Rezensionsmontag!

Die kleine Tigerin hat letztes Jahr zu Weihnachten „Goodnight Stories for Rebel Girls“ bekommen und seitdem wird es wieder und wieder gelesen. Das Buch inspiriert sie genauso, wie es die Intention der Autorinnen war. Aber was ist mit dem kleinen Drachen? Soll er mit den alten, ungesunden Männerrollenbildern groß werden? Nein, natürlich nicht. Daher kommt „Stories for Boys who dare to be different“ genau richtig. Um unsere Welt zu verändern, müssen wir nicht nur die Mädchen ermutigen und stärken, sondern auch den Jungen Vorbilder und den Mut geben sich über Genderstereotypen hinwegzusetzen, damit sie alle zusammen eine Welt jenseits des Gegensatzes Mann vs. Frau errichten können.
Offensichtlich ist auch der Loewe Verlag dieser Meinung, denn natürlich lässt sich der Inhalt der beiden Bücher – 100 Kurzbiografien berühmter Frauen bzw. Männer – miteinander vergleichen, aber auch das Cover von „Stories for Boys Who Dare to be Different – Vom Mut, anders zu sein“ ist lehnt sich sehr an der Gestaltung des Covers vom Buch aus dem Hanser Verlag an.

Autorin: Ben Brooks
Titel: Stories for Boys Who Dare to be Different – Vom Mut, anders zu sein
Illustrator: Quinton Winter
Verlag: Loewe
Seiten: 208

So politisch wie meine Einleitung kommt das Buch dann aber gar nicht daher. Es ist eine Sammlung von kurzen (jeweils eine Seite langen) Biographien von so verschiedenen Männern wie Ai Weiwei, Barack Obama, Bill Gates, Konfuzius, Daniel Radcliffe, Galileo Galilei, Hans Scholl, Harvey Milk, Jamie Oliver, John Lennon, Lionel Messi, Louis Armstrong, Louis Braille, Ludwig van Beethoven, Mahatma Gandhi, Muhammad Ali, Nelson Mandela, Nikola Tesla, Oscar Wilde, Patch Adams,  Siddhartha Gautama, Stephen Hawking, Thomas Edison oder Vincent van Gogh. Das Augenmerk liegt auf den Schwierigkeiten, die diese Persönlichkeiten hatten und wie sie sie überwunden haben und so ihre ureigene Größe und Wirkkraft erreicht haben. Erfolg liegt eben in dem eigenen Ziel und nicht in dem, was die Gesellschaft erwartet, und Stärke muss nicht immer die körperliche sein.

Die Sprache ist einfach und klar. Die Sätze sind kurz und prägnant und fassen die teils komplizierten Sachverhalte deutlich zusammen. Auch ungeübte Leser*innen können hier gut folgen, ohne dass der Eindruck von verkrampften Erstleser-Büchern entsteht.
Das Buch berichtet unsentimental über die zum Teil traurigen Enden der Männer, bleibt dabei aber positiv. Wenn beschrieben wird, dass Hans Scholl hingerichtet wird, folgen danach noch zwei Absätze, die auf seine positive Wirkkraft hinweisen.
Sicherlich gibt es zu den vorgestellten Personen noch viel mehr zu sagen, aber da bei Kurzbiografien auf einer Seite eine Reduktion stattfinden muss, wird das Prinzip konsequent durchgehalten. Der Leser erfährt genug über die Männer und Jungen, um neugierig zu werden. Und wenn man mehr erfahren möchte, kann man sich andere Quellen zum Weiterlesen suchen.
Die Illustrationen von Quinton Winter sind bunt und bringen beim Betrachten Spaß. Da sie neben der einen Seite Kurzbiografie eine weitere Seite einnehmen, spielen sie eine gewichtige Rolle im Buch. Man kann die Dargestellten gut erkennen, aber viele Bilder gleicher eher Karikaturen als Porträts.
Ich mag das Buch und freue mich schon darauf, das Buch dem kleinen Drachen zu schenken, wenn er lesen kann und hoffe, dass es ihn genauso inspiriert wie „Goodnight Stories for Rebel Girls“ seine große Schwester..

Mehr zum Verlag gibt es hier und über Ben Brooks hier.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Einen schönen Advent!

In meiner Vorstellung ist der Advent die Zeit im Jahr, wo man sich mit seinen Lieben auf dem Sofa einkuschelt, Kakao trinkt, selbstgebackene Kekse isst, eine Kerze brennt, im Hintergrund leise Weihnachtsmusik (Nein, nicht „Last Christmas“) spielt und man gemeinschaftlich liest. Sehr idyllisch.
Aber leider auch sehr unrealistisch. Zumindest in den letzten Jahren. Vielleicht ist das mein zunehmendes Alter, aber ich könnte schwören, dass es so war, als ich ein Kind war! Auch wenn unser Terminkalender schon wieder sehr voll ist, habe ich mir vorgenommen, dass die kleine Tigerin, der kleine Drache und ich das zumindest einmal machen werden!

In Island scheint das – zumindest nach Weihnachten – gang und gäbe zu sein … Ich mochte sie schon immer, die Isländer!

In Island werden zu Weihnachten Bücher verschenkt, und dann zieht man sich in sein Bett zurück, liest sie und isst Schokolade. Diese Tradition ist Teil der Jolabokaflod, übersetzt soviel wie „Weihnachtsbücherflut“, denn in Island, das mehr Bücher pro Kopf veröffentlicht als irgendein anders Land, werden die meisten Bücher zwischen September und November verkauft, wenn die Isländer sich auf die Feiertage vorbereiten.

gefunden bei I Love Reading Books

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Buchladen

Ich bin ja inzwischen zu groß um verloren zu gehen. Gottseidank! Das ist schon etwas unheimlich. Aber stranden kann ich immer noch. Und wenn ein solches Abenteuer mich dann in einen Buchladen führt – super!

Wenn ich jemals irgendwo strande, dann hoffentlich in einem Buchladen.

gefunden bei Best Book Quotes

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Margarete Stokowski sagt Lesung in Buchhandlung Lehmkuhl ab

Margarete Stokowski, Kolumnistin und Autorin, hat eine Lesung in der Münchner Buchhandlung Lehmkuhl abgesagt. Und zwar, weil dort auch Bücher aus dem rechten Antaios-Verlag ausliegen. Michael Lemling spricht Margarete Stokowski die „Debattenfähigkeit“ ab und erklärt, dass wir rechte Literatur lesen müssen, um mit Rechten diskutieren zu können.

Warum das nicht so ist und warum die Schreie „Zensur!“ und „Eingriff in die Meinungsfreiheit!“ eigentlich nicht ziehen, findet ihr in dem taz-Artikel Ausdruck einer Haltung. Das bringt es auf den Punkt und lohnt sich zu lesen:

Sie (die Buchhandlung) entscheidet sich nur dafür, aktiv Bücher rechter Autoren und Autorinnen anzubieten – unter dem Slogan „Neue Rechte, altes Denken“. Jede Buchhandlung hat die Möglichkeit, durch Sortiment, Präsentation und Veranstaltungen die eigene Haltung zu unterstreichen.

Für mich als Buchhändler gibt es einen Unterschied zwischen der Erfüllung eines Kundenwunsches und dem aktiven Präsentieren rechter Literatur.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Mama im Advent von Nicole Schäufler

Wir haben schon November und in den Läden ist schon überall Weihnachten ausgebrochen. Aber tatsächlich planen wir hier auch, was die kleine Tigerin und der kleine Drache für Adventskalender haben wollen. Lego oder Playmobil? Oder doch lieber Schleich? Und natürlich gibt es Engelsbriefe. Für jeden Tag bringen die Engelchen, die dem Weihnachtsmann in seiner Werkstatt helfen, einen Brief mit einem kleinen Geschenk. Ziemlich oft sind da Pixiebücher drin …
Mein Mann und ich hingegen haben keinen Adventskalender mehr, nachdem wir zweimal die Schokolade hinter etwa 18 Türen erst an den Feiertagen herausgeholt haben … Schokolade lockt also nicht, aber über ein Adventskalenderbuch von einer lieben Freundin, das jeden Tag ein Rezept oder Gedicht oder Lied hatte, habe ich mich vor zwei Jahren sehr gefreut. Daher hat mich auch das heutige Rezensionsexemplar angesprochen: Als erstes lachte mich das niedliche Cover an. Und dann der Untertitel: Ein Adventskalender für Mütter.

Autorin: Nicole Schäufler
Titel: Mama im Advent. Ein Adventskalender für alle Mütter
Illustratorin : Nicole Schäufler
Verlag: Edition Riedenburg
Seiten: 109

Für jeden der 24 Tagen bis Weihnachten gibt es ein Kapitel. Jeder Tag hat ein anders Thema – Luciatag, Bratapfel oder Sterne -, zu dem es einen kleinen Text, Bilder und vielleicht ein Gedicht, Rezept oder Märchenauszug gibt. So wird angenehm auf die Vorweihnachtszeit und Weihnachten eingestimmt. Die Rezepte und Bastelideen laden zum Nachmachen ein. Gerade die Rezepte sind so einfach, dass man sie sicher auch mit den Kindern backen kann. Zudem wird immer wieder die Möglichkeit geboten inne zu halten in dieser gerade für Mütter ja doch oft sehr stressigen Zeit des Jahres. Und es wird den Müttern für ihre Mühe eine schöne Advents- und Weihnachtszeit zu schaffen gedankt.

Das Büchlein – die 109 Seiten sind nicht besonders lang – ist ganz bezaubernd und liebevoll gestaltet. Das liegt vor allem an den einfachen, aber niedlichen und hübschen Illustrationen. Für die Rezension wollte ich ich auf eine Illustration hinweisen, die mir besonders gut gefällt, doch das ist nicht möglich, weil mich so viele entzücken.
Die Texte sind in heiterem Ton gehalten und bringen auch bei dem Verständnis für die schweren Aufgaben der Mütter und dem Nachspüren, was sie alles leisten (müssen), eher zum Lächeln und sich freuen. Auch die kleinen Exkurse der Autorin in die Mythologie und der Blick, woher Bräuche kommen oder wie es vielleicht einmal anders gewesen ist, bleiben an der Oberfläche. Eine echte feministische Analyse findet nicht statt. Daher ist der Adventskalender für alle Mütter, Großmütter und zukünftigen Mütter leichte Kost, die wie das Glitzern von Schneekristallen in der Sonne ein Freude bereitet.
Ganz klar stehen in den zahlreichen Illustrationen und Texte Frauenfiguren im Winter oder dem Advent und die (meist) weiblichen Traditionen wie Plätzchen backen, Basteln oder Vorlesen im Mittelpunkt. Aber anstatt dafür nur Anregungen zu geben, wird auch immer wieder den Müttern für die wichtige Rolle, die sie auch und gerade im Advent speilen, gedankt.  Wie wunderbar, dass unsere Arbeit so gewürdigt wird! Das ist neu, anders und sehr schön!

Mehr zum Verlag gibt es hier und über Nicole Schäufler hier.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!