Noch einmal zu den Rechten auf der FBM17

Ich habe ja schon etwas über die Rechten und ihren Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse geschrieben. Das hier noch als eine Art Nachtrag. Ich bin gerade darüber gestolpert und möchte es teilen …

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

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Bücher und die neuen Rechten

Ich habe schon dreimal angefangen über die (neuen) Rechten und ihren Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse zu schreiben. Und ich habe jeden Versuch wieder in den Papierkorb gefeuert. Ich bin eigentlich eloquent, aber diese (und hier suche ich schon wieder ein Substantiv, das die ganze Spannweite meiner Gefühle von Entsetzen über Fassungslosigkeit bis zu Wut wiederzugeben vermag und scheitere) Sache lässt mich um Worte ringen.

Ich weiß nicht, wie man mit Menschen umgehen sollte, die die Toleranz unserer Gesellschaft ausnutzen, um ihre eigenen extrem intoleranten Standpunkte anderen aufzuzwingen. Über sie und ihre Ansichten zu reden und dabei aufzuklären halte ich für eine der besten Ansätze, aber nicht mit ihnen zu diskutieren. Warum hat die Amadeu-Antonio-Stiftung gut in Worte gefasst:

Diskutieren heißt, so steht es im Duden, Meinungen auszutauschen, Ansichten zu verhandeln, gegebenenfalls sogar einen Kompromiss oder Konsens herzustellen.
Eine Diskussion „auf Augenhöhe“ mit den Neuen Rechten würde bedeuten, dass wir unsere demokratischen Überzeugungen zur Debatte stellen. Grund- und Menschenrechte oder die offene Gesellschaft und ihre Errungenschaften zur Disposition stellen? Der Neuen Rechten entgegen kommen und ihre Meinungen diskutabel machen? Nein, dazu sind wir nicht bereit.

Ansonsten halte ich es mit Heinrich Heine „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Die neue Rechte verbrennt Bücher, hat das schon vor 10 Jahren getan. Ein unfassbarer Vorgang für mich und der Wahlerfolg der AfD gibt diesen verwirrten Geistern Aufschwung. Das Menschen mit solchem Gedankengut nun auch auf der Frankfurter Buchmesse, der größten Buchmesse der Welt und Branchentreff für die ganze Welt, Menschen drangsalieren und für sich eine Plattform erobern, ist schwer auszuhalten.

Aber was kann man tun? Die meisten Menschen in Deutschland sind gegen das rechte Gedankengut, gegen Hetze und Hass, gegen Intoleranz. Das klare Worte aber schwer zu finden sind, zeigt das Statement des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Ich finde, da hätte man mehr erwarten können. Ein Bekenntnis zur Demokratie beispielsweise und eine klare Distanzierung von Personen, die ihren Werten diametral gegenüber stehen. Und vielleicht eine Ankündigung entsprechender Konsequenzen für die Zukunft.

Sandro von Novelero – Blog für Literatur hat einen Button gebastelt. Für die Buchblogs. Das ist nicht viel, aber so kann buchblogger Stellung beziehen und sich klar positionieren. Und das ist dann doch schon wieder viel.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Nach Paris

Es gibt nicht viel zu sagen nach den schrecklichen Attentaten in Paris. Ich bin – wie die meisten – geschockt und sprachlos. Und ich habe Angst.
Ein paar Gedanken habe ich mir haben doch gemacht und formuliert: Ich glaube nicht, dass uns Hass und Vergeltung, Abschottung und Vorratsdatenspeicherung, Misstrauen und Vorurteile helfen dieses globale Problem zu lösen. Ich glaube, dazu braucht es Liebe, Hilfsbereitschaft und die Freiheiten der Demokratie.
Getröstet haben mich diese (und ähnliche) Worte:

Als ich ein Junge war und beängstigende Dinge in den Nachrichten gesehen habe, hat meine Mutter immer gesagt: ‚Suche die Helfer. Du wirst immer Leute finden, die den anderen helfen.‘
– Fred Rogers

gefunden bei vielen meiner Freunde auf Facebook

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Zitat des Tages

Und gleich noch ein Zitat, weil ich es so schön finde und es für mich so passend beschreibt, was Lesen für mich (auch) ist.
Arthur Schopenhauer war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Er entwarf eine Lehre, die gleichermaßen Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik umfasst. Er lebte von 1788 bis 1860. Schopenhauer ist sicherlich als Philosoph er bekannteste Kopf der Familie, aber auch seine Mutter war eine bekannte Schriftstellerin und führte einen literarischen Salon, in dem auch sein zeitweise enger Freund Goethe verkehrte. Und auch Schopenhauer jüngere Schwester Adele war Schriftstellerin. Kein Wunder, dass er Lesen und auch Romane sehr schätze …

Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.
                                     – Arthur Schopenhauer

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Zitat des Tages

Mal wieder ein Zitat und das hier ist wunderschön und fasst den Zauber, den große Schriftsteller erschaffen, gut zusammen.
Über Shakespeare muss ich wohl nichts schreiben. Wer kennt ihn nicht? Ich persönlich liebe ja die Sonette und den Sommernachtstraum von ihm am meisten … Und ihr?

Worte beschreiben die Realität nicht, sie erschaffen sie.                                     

– Shakespeare

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Zitat der Woche

Auf der Lovelybooks-Seite auf Facebook habe ich dieses schöne Zitat gefunden.

Bücher sind die ruhigsten und beständigsten Freunde;
sie sind die immer präsenten und weisesten Ratgeber
und die geduldigsten aller Lehrer.
– Charles William Elst

Wie wahr!

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Zitat des Tages

Mal wieder ein Zitat …
China ist ein Land der Superlative: 1,34 Milliarden Einwohner, 9,5 Millionen Quadratkilometer, 14 Nachbarstaaten, 18 verschiedenen Klimazonen und diese Liste lässt sich problemlos fortsetzen. Die chinesische Kultur wurde entscheidend von den drei großen geistigen Strömungen – des Konfuzianismus, des Daoismus und des Buddhismus – in den vier Jahrtausenden ihres kontinuierlichen Bestehens beeinflusst. Gelehrsamkeit war und ist ein hohes Gut – und dazu gehört natürlich auch lesen!

„Hast du drei Tage kein Buch gelesen, werden deine Worte seicht.“
                                     – chinesisches Sprichwort

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!