Warum ich lese

Sandro vom Blog Novelero fragte mich auf Facebook, warum ich lese. Ich habe ja hier immer schon so ein bisschen darüber geplaudert, dass Lesen für mich ein Ausweg und der Zugang zur großen, weiten Welt war. Aber ich nutze diese Gelegenheit und ordne meine Gedanken zu dem Thema.

Lesen bringt Freude!
Der einfachste und vermutlich auch wichtigste Punkt ist, es macht mir einfach Spaß! Ich finde es einfach toll, an den Ideen und der Fantasie anderer Menschen zu partizipieren. Ich liebe es, wenn mich Lustiges zum Lachen und Tragisches zu dem einen oder anderen Tränchen bringt. Ich mag es, wenn Leute mein Bücherregal bewundern und mich, weil ich so viel lese. Ich mag es, vor meinem Bücherregal zu stehen und meine gelesenen Schätze zu bewundern und mich auf die eine oder andere Erinnerungsreise mitnehmen zu lassen. Es macht mich glücklich in einen Buchladen zu gehen und nur zu wissen, dass ich mir heute ein Buch kaufen werde, aber nicht zu wissen welches. Ich mag es, Cover, Einbände und Bücher an sich zu bewundern. Ich finde den Gedanken an ein Buch, einen Kakao und meine Sofaecke zutiefst anheimelnd und gemütlich. Ich finde es zutiefst befriedigend, ein Buch zuzuklappen und zu denken: „Wow! Das war toll!“

Lesen erweitert den Blickwinkel.
Ich lerne, wenn ich lese. Ich lerne nicht nur bei Sachbüchern neue Dinge und alte wieder neu, sondern auch in Romanen lerne ich stets Neues. In Krimis erfahre ich beispielsweise etwas über Polizeiarbeit, in Frauenromanen etwas über Mode, in historischen Romanen über Geschichte, in allgemeiner Belletristik etwas über Landstriche und Länder. Und selbst wenn die Autor*innen nicht gut recherchiert haben, lerne ich etwas, denn wenn mir eine Unstimmigkeit auffällt, recherchiere ich auf eigene Faust. Nicht umsonst wird jemand, der gebildet ist als „belesen“ bezeichnet.

Lesen lässt mich an Orte und Zeiten gelangen, an die ich sonst nie käme.
Es gibt Länder, die ich sicher nie bereisen werde, der nahe und ferne Osten, Südamerika, Australien zum Beispiel. Aber wenn ich Romane lese, die dort spielen, dann bin ich dort – in meinen Gedanken, in meiner Fantasie. Eine gutgeschriebene Geschichte versetzt mich dorthin, lässt mich die Hitze der australischen Wüste spüren, die Gerüche eines arabischen Souks riechen oder den Lärm der Iguazú-Wasserfälle hören.
Und da niemand in der Zeit reisen kann, außer mit 60 Minuten pro Stunde in die Zukunft, werde ich sicher auch nie genau wissen, wie es im antiken Ägypten war oder im mittelalterlichen Deutschland oder viktorianischen England zu leben. Doch eine gute Schriftstellerin kann diese vergangenen Zeiten mit Leben füllen, wie ein anderer Autor fremde Kulturen heutiger Zeit.
Und so komme ich doch an ferne Orte und in vergangene Epochen.

Lesen macht mich schlauer.
Es gibt viele Studien, die belegen, dass unser Gehirn trainiert werden muss, um gut zu funktionieren und sogar immer noch besser zu werden. Es gibt verschiedene Trainingsmöglichkeiten; Lesen ist eine von ihnen.

Lesen beflügelt die Fantasie.
Ich weiß nicht, wie oft ich schon – auch Wochen nachdem ich das Buch beendet hatte – in der Welt der Geschichte weitergelebt habe. Wie ich mir Plots für Nebenfiguren ausdachte. Wie ich über die Möglichkeiten von Weiterentwicklung einer Serie nachgesponnen habe. Wie ich Räume und Gärten, die nicht beschrieben waren, eingerichtet und angelegt habe. Wie ich beendete Romane weitergesponnen habe, damit ich mich noch nicht von meinen Freunden trennen musste.
Und sehr oft haben mich gute Geschichten inspiriert. Sie haben den Anstoss gegeben, dass ich mir selbst Geschichten ausgedacht habe. Als Kind habe ich den anderen Cowboy und Indianer gespielt, inspiriert von Karl May. Als ich das erste Mal Der Herr der Ringe gelesen habe, habe ich eine eigene Fantasiewelt entworfen. Vielleicht habe ich heute noch in irgendeiner Schublade Zettel über Zettel liegen mit  Plänen von Ländern und Burgen, Modebeschreibungen verschiedener Kulturen, Mythologien und geschichtlichen Zeitachsen. Als junge Erwachsene hat die Inspiration von mich packender Literatur dann seinen Niederschlag gefunden, indem ich eigene Abenteuer fürs Rollenspiel schrieb. Episch oder spannend, gruselig oder verwickelt.

Lesen ist eine Ruhepause und Quell von Kraft!
Und wie jedes gute Hobby ermöglicht Lesen für eine Zeit aus dem Alltag auszusteigen. Bei etwas, das ich mag, meine Probleme für einige Stunden beiseite zu lassen, mich zu entspannen, neue Kraft zu schöpfen, um dann wieder voller Elan durchzustarten und mich meinem Leben zu stellen.

Das alles ist der Grund, warum ich lese. Warum ich gerne lese. Warum ich weiterhin lesen werde.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

15 Dinge, die jeder Büchernarr braucht

Dieser Monat ist der Monat der Listen hier bei Literaturjunkie. Und hier kommt eine neue Liste, die ich bei The Reading Room gefunden habe.

Es geht um 15 Dinge, die das Herz eines jeden Büchernarren erfreuen. Die Liste findet sich hier. Mir persönlich gefallen ja das Personal Library Kit, der Library Embosser und der I Stay Up Late To Read Hoodie besonder gut.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Schönes im Postkasten

Ich habe letzte Woche viel gearbeitet und bin gar nicht dazu gekommen, am Freitag zu posten. Dabei hatte ich so etwas Schönes zu berichten. Ich hatte in der letzten Woche nämlich gleich zweimal Post, die mich sehr gefreut hat.

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Zum einen ist mein Gewinn von einem Arena-Gewinnspiel angekommen. Vor einiger Zeit haben wir Tilda Apfelkern für uns – die kleine Tigerin, der kleine Drache und auch ich – entdeckt und mögen sie und ihre Freunde sehr. Also musste ich mitmachen, als Arena ein Hörbuch mit der holunderblütenweißen Kirchenmaus veranstaltete. Ich habe nicht gewonnen, aber ein anderer Teilnehmer hat seinen Gewinn nicht eingefordert und so gewann ich in der Nachziehung. Yeah!
Tilda und ihre Freunde haben uns die Rückfahrt von der TTIP-Demo am Samstag serh versüßt – und mein Mann ist jetzt auch ein Fan.

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Und zum anderen hatte ich bei einer Aktion von Bastei Entertainment mitgemacht und nun ist der Brief gekommen, dass ich eine zertifizierte Buchsüchtige bin, wie unschwer an dem kleinen Button zu erkennen ist … Nicht, dass es da jemals Zweifel gegeben hat, oder?

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Leipziger Buchmesse 2016

Nachdem ich letzte Woche krank geworden bin und es mir wirklich mies ging, dachte ich schon, ich müsste den Besuch in Leipzig absagen. Ich hatte schon alle Verabredungen vorgewarnt und die alles umgeplant. Ich war so krank, dass ich nicht einmal traurig war eventuell absagen zu müssen.
Aber seit gestern geht es mir wieder besser und ich mochte sogar etwas essen. Heute bin ich schon wieder voll im Alltag und morgen geht’s dann nach Leipzig. Ich werde mich etwas schonen und nicht so viel Programm abrasen, aber ich werde da sein! Ich freue mich schon!

Leipzig, ich komme! Morgen. Yeah!

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Und ich freue mich schon!

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Leipziger Buchmesse 2016

Anfang der Woche war meine Akkreditierung für die Buchmesse im Briefkasten. Meine Mitfahrgelegenheit ist organisiert. Für die Kinderbetreuung ist gesorgt.
Jetzt kann ich Termine machen und das Programm wälzen. Ich freue mich schon!

Leipzig, ich komme!

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Und ich freue mich schon!

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Nach Paris

Es gibt nicht viel zu sagen nach den schrecklichen Attentaten in Paris. Ich bin – wie die meisten – geschockt und sprachlos. Und ich habe Angst.
Ein paar Gedanken habe ich mir haben doch gemacht und formuliert: Ich glaube nicht, dass uns Hass und Vergeltung, Abschottung und Vorratsdatenspeicherung, Misstrauen und Vorurteile helfen dieses globale Problem zu lösen. Ich glaube, dazu braucht es Liebe, Hilfsbereitschaft und die Freiheiten der Demokratie.
Getröstet haben mich diese (und ähnliche) Worte:

Als ich ein Junge war und beängstigende Dinge in den Nachrichten gesehen habe, hat meine Mutter immer gesagt: ‚Suche die Helfer. Du wirst immer Leute finden, die den anderen helfen.‘
– Fred Rogers

gefunden bei vielen meiner Freunde auf Facebook

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Lesung mit Kristina Steffan

Ich war letzte Woche auf der Premierenlesung von Kristina Stefans neuem Buch Ach, du liebes Glück. Das erwähnte ich ja schon in 5 Fragen an Kristina Steffan. Ich hatte einen wirklich netten und durch und durch schönen Abend.
Ich geniesse es immer noch sehr einen Abend frei zu haben und Zeit nur und ganz alleine für mich zu haben. Das ist ein Luxus, den ich, als ich noch nicht Mutter war, gar nicht zu schätzen wusste!
Lesungen sind ja meist sehr unterhaltsame Ereignisse und Graff ist eine meiner Lieblingsbuchhandlungen, was bedeutet, dass ich prinzipiell gute Laune kriege, wenn ich sie betrete. Beides zusammen und dann noch ergänzt um die Person von Kristina, die eben einfach stets witzig und immer charmant ist, versprach ein sehr unterhaltsamer Abend zu werden. Und – um es vorweg zu nehmen – genau das war es auch.

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Nach einer sehr herzlichen von Herrn Wrensch, in der er berichtete, wie die Lesung zu Stande gekommen war, ging es los. Bei Graff zu lesen war eine Art Heimspiel; Kristina lebt ja nicht weit entfernt und so waren nicht nur Ehemann, Mutter, Vater, Schwester, sondern auch viele Nachbarn und einige Freunde anwesend. Die Stimmung war sehr gelöst und heiter. Kristina berichtete humorvoll von dem Entstehen des Buchs und las aus „Ach, du Liebesglück“.

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Nachdem wir etwa eine halbe Stunde von Lilly Pfeffer, ihrem Leben in Schönbühl, ihrem ersten Treffen mit Gerome, den ein Stier auf die Hörner genommen hatte, und Günther, dem giftigen Ganter, der den Hof bewacht, gehört hatten, gab es eine Pause. Und das war nett! Normalerweise unterhält man sich dann mit der oder den Personen, mit denen man gekommen st, aber dieses Mal waren so viele nette Bekannte da, dass ich gar nicht wusste, mit wem ich zuerst reden sollte.

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Über eine Begegnung habe ich mich besonders gefreut. Kristina, Anja und ich haben zusammen die Mediatorinnen-Ausbildung gemacht und es ist bestimmt vier Jahre her, dass wir zu dritt anstossen konnten. Wie schön, mal wieder vereint zu sein.

Nach der Pause ging es noch einmal eine halbe Stunde weiter mit im Strandsand festgefahrenen VW-Busen, Senior-Surfern, Lillys Familie und den glücklichen Hühnern.
Die Reihen waren gut gefüllt. Es waren knapp 50 Leute zu der Lesung gekommen, wie Herr Wrensch mir sagte. Fragen gab es jedoch nicht viele. Aber dafür ein wunderbares Kompliment an die Autorin und die wunderbare Erklärung Kristinas, was der Seraph sei. Nämlich „ein Integrationsbambi für die Phantastik“, was mich zu spontanen Heiterkeitsausbrüchen hinriss, die außer Kristina niemand im Publikum zu verstehen schien.
Und natürlich konnte man sich am Ende das neue Buch, aber auch andere Bücher von Kristina signieren lassen.

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Der einzige Wermutstropfen des Abends war, dass ich in der Pause keine Brezel bekam. Vielleicht könnte man das nächste Mal bei einer Lesung mit Pause auch eine Kleinigkeit zu Knabbern anbieten … Klingt das, als wäre ich verfressen?

Es war ein gelungener Abend, an dem ich viel Spaß hatte. Danke, Graff! Danke, Kristina!

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!