Über mich

Als Kind habe ich es geliebt vorgelesen zu bekommen. Vermutlich deswegen hat das mit dem Lesen lernen in der Grundschule auch nicht so gut geklappt. Als meine Mutter dann jedoch das Vorlesen aus eben diesem Grund komplett einstellte, konnte ich meine geliebten Geschichten innerhalb einer Woche selber lesen. Es kommt eben auf die Motivation an … Danach waren Bücher nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken!

Das Eintauchen in fremde Welten, Abenteuer im Sessel erleben, das war einfach großartig. Ich bekam Bücher zu allen passenden Gelegenheiten – Ostern, Geburtstag, Weihnachten -, meine Eltern hatten einen recht umfangreichen Bücherschrank, an dem ich mich bediente, (fast) mein ganzes Taschengeld ging direkt an die lokale Buchhandlung und ich war Dauergast der Stadtbibliothek und später der neuen Schulbibliothek.

Mein Studienfach war dann auch einfach nur folgerichtig und konsequent: Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Und so sehr ich auch die Klassiker schätze und noch immer verehre, war doch recht bald klar, dass meine Leidenschaft der Genreliteratur gehört. Wissenschaftlich wurde ich vor allem vom Strukturalismus geprägt und einem wunderbaren Professor, der mir klar machte, dass es eine hohe Kunst ist komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass jeder sie versteht.

Literaturjunkie_liest

Daraus entstand dann auch der Gedanke, mit dem ich begann Geld zu verdienen: Ich vermittelte in der Erwachsenenbildung Literatur und Überlegungen dazu an den Normalbürger, der sich vorher eher wenig Gedanken um Genrekonventionen und Handlungsstrukturen gemacht hatte. Eine wundervolle Aufgabe!

Gestartet hatte ich mein Studium mit dem Berufswunsch Lektorin – wie etwa 99,5% aller anderen Germanistikstudenten auch. Es dauerte also nicht einmal vier Semester bis mich die Realität einholte und ich diesen Wunsch ad acta legte. Doch das Leben schreibt lustige Verschlingungen und hat Spaß an überraschenden Wendungen und so kam ich über eine Freundin dazu Gutachten für einen Verlag zu schreiben und kurz danach fragte eine andere Freundin, ob ich ihr Manuskript vielleicht lektorieren könnte; sie wolle mal eine fachlich kompetente Meinung hören. Das habe ich getan und arbeitete eine Zeit lang auch als freiberufliche Lektorin. Eine wunderbare und lohnende Aufgabe.

Inzwischen habe ich die zweite Elternzeit genutzt und mich beruflich neu orientiert. Als Lektorin arbeite ich jetzt nicht mehr, aber meine Liebe zum geschriebenen Wort kommt trotzdem nicht zu kurz: Ich schreibe – mehr und regelmässiger denn je. Und ich nehme mir die Zeit und lese – nicht nur Kinderbücher.

2 Kommentare zu “Über mich

  1. Liebe Claudia,
    Du hast einen erfrischend-unterhaltsamen Schreibstil, da werde ich als Leserin via Google+ bleiben und lasse mich überraschen, was du jede Woche veröffentlichst. Zweimal Elternzeit macht wohl zur Zeit mindestens zwei Kinder und als Bücherjunkie wird es dir wohl nicht gelingen, sie von deiner Sucht unbeeinflusst zu lassen. Solltest du für die passende Kinderlektüre mal keine Idee haben oder einfach neugierig sein, kannst du gerne meinen Kinderbuch-Blog durchstöbern (oder auf meiner Facebook-Seite bzw. Google+).
    Liebe Grüße, Anna

    http://kinderbuch-detektive.de

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