Leipziger Buchmesse 2015, Teil 3

Wir verließen unsere Heldin das letzte Mal, als sie durch eine Plauderei, Wasser und Schokolade (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) wieder zu Kräften gekommen war und sich todesmutig wieder in das Messegetümmel stürzte. Wir nähren uns nun dem Höhepunkt (in den Augen meiner Kinder auf jeden Fall!) und dem Ende. Tusch:

Lillifee

Sharky

Ich habe ein Selfie mit Prinzessin Lillifee und Capt’n Sharky. Das ist durch nichts zu schlagen in den Augen der kleinen Tigerin und des kleinen Drachen! Ich hatte schon die ganze Messe die Augen offen gehalten, was ich meinen beiden Kleinen für eine Kleinigkeit mitbringen konnte. (Wenn Mama schon weg ist, kann sie auch mit Geschenken wiederkommen, finde ich.) Ich hatte nichts gefunden – selbst im Messekinderbuchladen hatte mich nichts wirklich angelacht. Aber dann stieß ich auf den Stand von Coppenrath. Alles war rosa und blau und voll mit Artikel, die Kinderaugen zum Glänzen bringen, besonders zwei beinahe lebensgroßen Puppen der beiden Helden meiner Kinder. Ich kaufte ihnen zwei kleine Bücher und betrachtete die Puppen, die weit oben auf dem Regal saßen. Nachdem ich von einer freundlichen Dame zu einer anderen freundlcihen Dame geschickt worden war, bekam ich die Erlaubnis die Selfies zu machen und gleich dazu einen rot beplüschten, dem Barock nachempfundenen, mit Blattgold verzierten Polsterstuhl. Oder besser ein Polsterstühlchen. Da ich nun einmal sehr lang bin – Ich überragte die beiden freundlichen Damen fast um einen Kopf. -, kam die Aufgabe die Puppen vom obersten Regal zu angeln mir zu. Ich befürchtete schon das Schlimmste – einbrechende Stuhlpolster oder gar umstürzende Regale – aber alles ging gut. Nach ein paar Fotos setzte ich die beiden wieder auf ihre Plätze (und kämmte Lillifee noch die blonden Strähnen aus dem Gesicht), bedankte und verabschiedete mich. Manchmal denken die Verlagsleute sicher auch, dass wir Blogger einen an der Klatsche haben …

Rothfuss

Wenn ich die letzten Male viel Zeit auf der Fantasyleseinsel verbracht habe und dort viele schöne Lesungen gehört habe, war sie dieses Mal mehr Treffpunkt, den alle gut finden. Dieses Mal bekam ich nur Teile von zwei Lesungen mit. Das erste war ein offensichtlich junger und unerfahrener Autor von Sword & Socery Fantasy. Ich hörte das Ende seiner Lesung und fand seinen Text sehr unoriginell. Als er fertig war, stellte er fest, dass er noch zehn Minuten Zeit hatte und nachdem niemand ihm Fragen stellen wollte, erzählte er von seinem Roman. Das kulminierte in der Aussage: „Ich wollte keinen 08/15-Antagonisten. Ich wollte mehr Tiefgang, nicht so wie Sauron oder Lord Voldemort .“ Ich weiß nicht, woher ein junger (oder auch ein alter) Autor das Selbstbewusstsein hat, sich in einem Satz auf dieselbe Stufe mit Tolkien und Rowling zu stellen und beide im gleichen Satz zu dissen! Empört blickte ich mich um, aber niemand reagierte. Vielleicht, dachte ich mir, haben sie ihm alle nicht zugehört. Dann muss ich mich auch nicht aufregen … Von der zweiten Lesung hörte ich nur den Anfang und dieser Mann war wunderbar: Patrick Rothfuss. Es brachte so viel Spaß zuzusehen, wie dieser Mann die hier versammelte große Menge in nur zwei Minuten um den Finger wickelte. Sehr sympathisch, sehr professionell und sehr authentisch. Wunderbar.

Bloggertreffen2

Eine weitere kleine Pause (einen Augenblick sitzen und Wasser trinken) und dann stand der letzte Programmpunkt an: das Bloggertreffen von Random House. Ich hatte mich nicht angemeldet, aber Kristina nahm mich einfach mit, was auch gar kein Problem war. Nachdem es immer voller wurde und der Kinderwagen neben mir schon mehrmals angestossen worden war, ich ein Glas Sekt erobert und Kristina eine Karte des Covers ihres letzten Buchs auf ihrem Busen deponiert hatte, sprach der Mann dort hinter mir ein paar Begrüßungsworte. Ich weiß bis heute nicht, wer er ist, denn er stellte sich leider nicht vor.

Regina

Zu Kristina und mir gesellte sich bald eine ihrer Kolleginnen: Regina Gärtner. Da in dem Kuddelmuddel der vielen Menschen eh niemand sah, dass oder welches Buchcover sie um den Hals trugen, zogen wir uns in eine Ecke zurück und setzen uns an einen Tisch. Ab und an kam ein Kellner vorbei und  wir plauderten und lachten sehr viel. Das war richtig nett und – auch wenn das Genre nicht so meins ist – sollte ich mal ein Buch von Regina lesen. Wenn ihr Humor auch dort durchkommt, werde ich sicher gut unterhalten. Als Regina zu ihrer abendlichen Lesung aufbrach, kamen dann auch noch ein paar Bloggerkolleginnen und signierte viele, viele ihrer Lesezeichen.

Die Fahrt nach Hause verlief gut. Wir kamen gut von der Messe weg –  Nicht zuletzt wegen des tollen Presseparkplatzes. Danke LBM, dass du so nett zu uns Bloggern bist! -, standen auf der Autobahn nur ganz kurz im Stau und schon setzte Kristina mich zu Hause ab. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!

Das war der dritte und letzte Teil des Berichts. So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

Leipziger Buchmesse 2015, Teil 2

Und hier geht es auch schon weiter mit dem zweiten Teil! (Habe ich schon erwähnt, dass ich wirklich viel Spaß hatte?)

Marny

Und dann traf ich endlich, endlich Marny von der Fantastischen Bücherwelt wieder. Ich habe sie vor inzwischen vielen Jahren bei einer Leserunde auf Leserunden.de kennen gelernt und wir haben uns gleich recht gut verstanden. Ich fand es wunderbar mit ihr über Bücher zu diskutieren; sie war immer so enthusiastisch und authentisch. Dann stieß ich auf ihren Blog und bis heute ist es einer der wenigen, die ich recht regelmässig lese. Es war so schön, sie nach fast zwei Jahren endlich einmal wieder in Fleisch und Blut zu sehen und da wir eigentlich in Nachbarstädten wohnen, haben wir beschlossen, dass wir es schaffen müssen uns nicht immer nur auf der Messe zu treffen!

Susanne

Und weiter ging es mit Susanne von Literaturschock, Leserunden.de und dem Klassikerforum. Wie sie das alles schafft und nebenbei noch arbeitet, ihre vielen wundervollen Tiere versorgt und tatsächlich die Zeit findet zu lesen, ist mir unbegreiflich! Ich habe Susanne bei einer Leserunde kennengelernt und mich dann einfach mal getraut sie auf Facebook anzufreunden. Was für ein Glück! Susanne ist eine der Personen, die mein Gegenbeispiel dafür sind, dass die sozialen Medien uns angeblich oberflächlich machen und eh keine echten Beziehungen ermöglichen. Ich habe sie am Freitag das erste Mal in meinem Leben gesehen, aber ich freue mich so sehr, dass sie zu meinem Bekanntenkreis gehört. Es gibt viel zu wenige verantwortungsvolle, kritische, freundliche, geistreiche und von Herzen gute Menschen. Susanne ist eine davon und ohne Facebook hätte ich sie nie so kennengelernt und sie wäre nicht Teil meines (virtuellen) Lebens.
Oh! Und in der Hand halte ich einen echten Literaturschock-Energydrink. Ich habe einen bekommen. Aber werde ich mich auch rauen ihn zu trinken?

Mona

Ebenfalls in der Blogger Lounge (Dass die Blogger inzwischen in Leipzig eine eigene Lounge mit Kaffeestand und W-Lan haben ist sehr, sehr cool, aber auch ein bisschen dekadent, oder? Man braucht tatsächlich den Presseausweis um den Bereich betreten zu können. Weil ich hierher wollte habe ich überhaupt nur meine Akkreditierung beantragt. Das erste Mal überhaupt und es war sehr cool mit dem Gefühl wichtig zu sein, weil ich so ein blaues Bändsel um den Hals hängen hatte, herumzulaufen.) beim inoffiziellen Blogger Treffen lernte ich endlich einmal Mona vom Tintenhain live und in Farbe kennen. Wir beide wohnen in derselben Stadt, bloggen seit mehreren Jahren (auch noch auf derselben Plattform) und haben erst im letzten Herbst entdeckt, dass es den jeweils anderen Blog überhaupt gibt. Es war schön, dass die Tintenelfe ein Gesicht bekommen hat. Und ich habe auch noch die Einladung zu einem Bücherstammtisch bekommen!

Boris

Die kurze Pause bis zum nächsten Termin nutze ich um beim Qindie Stand vorbeizuschauen. Ich habe dort sehr, sehr nett geplaudert und viel Informatives erfahren. Und es gab eine lebensgroße Figur von Boris – einem Protagonisten aus der Clockwork Cologne-Reihe von Simone Keil, Susanne Gerdom und Selma J. Spieweg. Großartig! Da musste ich einfach ein Foto machen.

Stärkung

Inzwischen war ich seit fast elf Stunden auf den Beinen, hatte mit mehr Menschen gesprochen, als ich es sonst in einer Woche tue (Na, zumindest gefühlt.) und hatte viel zu wenig getrunken. Es war also völlig in Ordnung, dass ich müde war. Herzhaftes Gähnen – auch an der frischen Luft – brachten nicht den nötigen Sauerstoff in meine Lungen, da beschloss ich – zumal es an der frischen Luft auch wirklich frisch war – mir eine Pause zu gönnen. Eine Flasche Wasser, einen Schokoriegel und ein sehr einseitiges (Erstaunlich wie lange jemand reden kann ohne Luft zu holen!) Gespräch mit einer entzückenden älteren Dame später konnte ich wieder lächeln und mich auf den Endspurt freuen.

Das war der zweite Teil des Berichts. Morgen kommt der dritte und letzte Teil …

Leipziger Buchmesse 2015, Teil 1

Eigentlich mag ich es nicht fotografiert zu werden. Ich mag mich fast nie auf Fotos leiden. Aber die(se) Buchmesse ist etwas besonderes für mich. Erstens ist es ein wunderbarer Ort, an den ich immer wieder gerne fahre. Und zweitens habe ich das erste Mal seit bestimmt zwei Jahren einen Tag frei gehabt. So was verleitet mich zu besonderen Aktionen und so beschloss ich, meinen Messetag in Selfies festzuhalten. Alle, denen ich davon auf der Messe erzählten, fanden die Idee toll, also blieb es auch bei dem Plan. Und hier sind sie:

Fahrt

Kristina Günak wohnt gar nicht weit von mir und so war ich glücklich, dass ich bei ihr mitfahren konnte. Nachdem wir uns gefunden hatten – Wer ahnt denn, dass der Hauptfriedhof, unser Treffpunkt, zwei Eingänge hat? – war die Fahrt sehr entspannt. Wir sind super durchgekommen und die ein einhalb Stunden vergingen wie im Flug. Nachdem wir die wichtigen Themen Kinder, Männer, Garten abgeredet hatten, sprachen wir über – natürlich – Bücher und die Verlagswelt.

Da

Juchhu! Ich bin da! Und die LBM war so wie erwartet: Nett, überschaubar (auch wenn ich mehrmals in den Hallen die Orientierung verloren habe), familiär, freundlich, mit vielen wunderbaren Begegnungen, viel zu wenig Zeit für Lesungen oder Workshops und so vertraut.

walselfie

Katharina Nüsslein vom Magellan Verlag hatte eine so wunderbare Marketingidee – Wer ein Selfie von sich und den Verlagsmaskottchen, dem Wal, veröffentlich, landet in einer Verlosung. – und da musste ich natürlich mitmachen. Und dieses Gewinnspiel war es auch, dass mich überhaupt auf die Idee mit dem Messebericht in Selfies gebracht hat. Und hier ist mein Selfie mit dem Magellan-Wal!

Birte

Und dann traf ich die erste von so vielen alten (und neuen) Freunden. Birte und ich kennen uns seit Ewigkeiten. Einst haben wir zusammen Rollenspiel gespielt, dann haben wir für denselben Verlag gearbeitet und nun ist sie Mitchefin der Übersetzungsagentur Libelli und plant einen Vlog mit, der im April an den Start gehen wird: Let’s Talk Romance.

Interview

Und dann konnte ich gleich eines der ersten Interviews beobachten. Kristina stand Rede und Antwort auf die Frage, was dieses Jahr bei ihr so alles passiert.
Nach diesem Bild war ich hinter der Kamera des Vlogs und konnte nur mühsam verhindern, dass Menschen durch das Bild liefen. Bei zumindest einer schwarzen Tasche kam ich zu spät.

Das war der erste Teil des Berichts. Später oder morgen geht es weiter …

Leipziger Buchmesse 2015

Juchhu! Gestern war die Akkreditierung für die Buchmesse im Briefkasten. Ich habe mir schon ein paar Gedanken gemacht; immerhin schien es dieses Jahr ja bei einigen BloggerInnen Probleme gegeben zu haben. Aber bei mir nicht. Yeah!

Leipzig, ich komme!

Akkreditierung Leipzig

Und ich freue mich schon!

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!