Von Alpakakacka bis Zotteltrottel von Andrea Weller-Essers & Eilika Mühlenberg

Rezensions-Freitag!

Freitag? Nicht Montag? Ja, denn diese Rezension ist schon lange überfällig… Und dabei ist das Bilderbuch so lustig … aber von Anfang an.

Autorin: Andrea Weller-Essers
Titel: Von Alpakakacka bis Zotteltrottel – Das voll verbotene Abc
Illustratorin: Eilika Mühlenberg
Verlag: Duden
Seiten: 64

Momentan lehne ich fast alle Rezensionsanfragen ab, weil ich zu wenig Zeit habe. Aber die Idee des Buchs überzeugte mich schon beim Lesen so, dass ich es mir doch schicken ließ.
Die Geschichte des Bilderbuchs ist schnell erzählt: Auf dem Spielplatz treffen sich eine Mädchen- und eine Jungenbande und streiten sich, wer bleiben und spielen darf. Sie vereinbaren einen Wettbewerb. Wer die besten Schimpfworte erfindet, gewinnt. Es zählen nur gut erfundene Worte, nichts gemeines. Und es geht einmal durch das komplette Alphabet von A bis Z.

Die Sprache ist einfach und klar. Es gibt ja auch nicht viel zu sagen bis auf die Spielregeln und dann geht es ja schon los mit dem phantasievollen Schimpfwörtern. Und die sind einfach wunderbar. Der kleine Drache, aber auch noch die kleine Tigerin waren hingerissen. Und ich auch. Der Jammeryeti, das Moppelmonster und der Schlotterroboter sind unsere persönlichen Highlights.
Auf jeder Seite wendet sich eines der Kinder an den Leser und fragt nach der Meinung zu diesen Wortschöpfungen. So werden die kleinen (und großen) Leser angeregt sich auszutauschen und in unserem Falle auch selbst kreativ zu werden, um unsere eigenen Schimpfworte zu erfinden.
Die Illustrationen von Eilika Mühlenberg sind bunt und bringen beim Betrachten Spaß. Besonders charmant (und für die Kinder teilweise zum Schießen) sind die Illustrationen der Schimpfworte. Schon mal eine Glubschgurke gesehen? Oder wie malt man eine Knatternatter?
Ich mag das Buch. Es hält all das, was ich bei der ersten Beschreibung erwartet habe. Und neben all dem Spaß macht es auch Lust auf das Spiel und den kreativen Umgang mit Buchstaben. Genau das richtige für kleine Schulanfänger.
Der kleine Drache mag es übrigens auch sehr. Er war nicht begeistert, dass ich es für eine Rezension noch einmal aus seinem Regal geholt habe.

O-Ton der Kinder:
Die kleine Tigerin: Hihihi. Komm, kleiner Drache, ich lese es dir noch einmal vor.
Der kleine Drache: Hihihi. Schlotterroboter. Hihihi. *wackelt mit den Armen* Ich bin ein Schlotterroboter.

Mehr zum Verlag gibt es hier.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

Voll verboten von der Dudenredaktion

Bei uns sind die Ferien fast vorbei; in meiner alten Heimat Schleswig-Holstein fangen sie gerade an. (K., S., M. und B. geniesst es!) Noch vor den Ferien bin ich gebeten worden den „Voll verboten! Mein verrückter Ferienblock – Ab 7 Jahren“ zu rezensieren. In den Ferien haben die kleine Tigerin und ich uns also daran gesetzt und losgelegt …

Autor: Dudenredaktion
Titel: Voll verboten!
Illustrator: Judith Heger, iStockphoto/Sashatigar, Anna-Lena Sonnak, Constanze Schröder, Angelika Sust, Ines Schiffel
Verlag: Duden Verlag
Seiten: 160

In erster Linie soll dieser Block natürlich unterhalten und die Langeweile vertreiben. Ich selber habe als Kind diese Aufgabenblöcke und -hefte geliebt und war daher sehr gespannt zu sehen, wie meine Tochter ihn findet. Gleich auf der ersten Seite kommt der erste Lacher: ein Gitterrätsel, in dem man nach Schimpfwörtern wie „Pupsgesicht“ suchen muss und die kleine Tigerin kommt gar nicht mehr aus dem Lachen heraus. Weiter geht es auf den nächsten Seiten mit Malen nach Zahlen, Basteltipps, Geschichten spinnen, Buchstabensalat, Madalas zum Ausmalen, Paare suchen, Galgenmännchen, Zahlenhäusern, Stadt, Land, Fluß, Entschuldigung, hier heißt es Stadt, Land, Pups und vielem mehr. Wenn die Rätsel und Co. auch in erster Linie Spaß machen, vertiefen sie doch in zweiter Linie das gerade in der Schule erworbene Wissen um Buchstaben und Zahlenmengen. Und sie fördern die Kreativität!
Ein kleines Manko sind die Rätsel, in denen es um Englisch geht. Die kleine Tigerin hat mit ihren sieben Jahren – Sie ist also genau in der Zielgruppe. – gerade die erste Klasse abgeschlossen. Der Englisch-Unterricht beginnt bei uns erst in der dritten Klasse. Sie hatte also alleine gar keine Chance die Rätsel zu lösen. Das löste ein bisschen Unmut aus.
Die Illustrationen sind lustig und – da verschiedene Illustrator*innen am Werk waren – vielseitig. Das macht den Block auch nach der vierten Seite noch interessant.
Voll verboten ist eine gute Idee für die verregneten Tage im Urlaub, wenn man nicht draußen Toben und Spielen kann, oder für die Zeit, wenn die Großen zum Beispiel im Restaurant ein bisschen Ruhe haben wollen.

Und das meint die kleine Tigerin: „Der ist voll lustig!“

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Mal!