Bücher beenden

Ich habe eigentlich kein Problem damit Bücher zu beenden. Die Neugier, wie es weitergeht, wie der Autor oder die Autorin die offenen Fäden miteinander verknüpft, was aus den lieb gewonnenen Figuren wird, all das lässt mich ein Buch zügig zu Ende lesen.
Aber einmal habe ich ein schreckliches Dilemma erlebt. Ich war ein Teenager und las Die Rückkehr des Königs (Der letzte Band vom Herrn der Ringe) und war so glücklich in der dargestellten Welt, dass ich nicht wollte, dass die Geschichte endet. Ich weiß noch, dass es Sommer war, ich auf dem Balkon sass und alle fünf Seiten das Buch weglegte und eine lange Viertelstunde höchst unglücklich in die Wohnung und durch die Wohnung tigerte und nichts mit mir anfangen konnte, bis mich die unwiderstehlichen Sirenenkläge der Geschichte wieder auf den Balkon in meinen Sessel mit dem großblumigen Muster trieben und ich 30 Sekunden völlig glücklich weiterlas, um dann immer gequälter zu werden, weil die Seiten unter meinen lesenden Augen dahinschmolzen und mit ihnen meine aufregende Zeit in Mittelerde und ich nach weiteren 30 Sekunden das Buch wieder beiseite legte, um meine Tigerei durch die Wohnung wieder aufzunehmen.
Wie gut, dass ich das nicht öfter habe!

Neeeeiiiiin! Ich habe es ausversehen beendet. Ich wurde getäuscht! Die letzten zehn Seiten waren Fragen, die im Buchclub gestellt werden können, und Danksagungen.

gefunden bei The Reading Room

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zum nächsten Mal!

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