Bibliophile Graffiti

Als Teenager habe ich die Graffiti Kunst für mich entdeckt. Nicht das Taggen, also in meinen Augen sinnlose Beschmieren von Gegenständen mit dem eigenen Alias, sondern das Bomben – das Sprayen – von wirklich durchdachten, vorher in Skizzen entwickelten Kunstwerken. In meiner Heimatstadt gab es eine Unterführung, in der ein wirklich gutes Graffiti an der Wand über Nacht auftauchte.  Es gab eine hitzige Debatte darüber, dass die „Schmiererei“ verschwinden müsse oder ob „das“ ein Ausdruck von Jugendkultur sei und eine Daseinsberechtigung habe. „Kunst“ erwähnten die wenigsten. Dabei war es das. Es war Kunst. Irgendwann in der Zeit las ich das erste Mal den Spruch

Graffiti is Art,
if Art is crime,
let God forgive!

Er hat mich tief beeindruckt und viel von dem geprägt, wie ich Kunst sehe. Graffiti kann mich immer noch begeistern – besonders natürlich, wenn es sich dabei um bibliophile Graffiti handelt. Hier gibt es eine wirklich schöne Sammlung von Graffiti, die irgendwie etwas mit Büchern zu tun hat. Wie cool ist das!

Das Piece in meiner Heimatstadt wurde übrigens am Ende vom Bürgermeister unter seinen persönlichen Schutz gestellt und durfte bleiben.

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

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2 Kommentare zu “Bibliophile Graffiti

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