Buch vs. Film

Ich mag Filme. Nicht umsonst habe ich neben Neuerer deutscher Literaturwissenschaft auch Medienwissenschaft studiert. Genau genommen war es sogar ein Studiengang, auch wenn man sich entweder auf das eine oder das andere konzentrieren konnte, wenn man es wollte. Sicherlich gibt es viele Dinge, die die beiden Medien unterscheiden, aber ich persönlich finde, dass das verbindende – nämlich das Erzählen einer hoffentlich guten Geschichte – alles Trennende überwiegt. Und ich habe daher auch nie die Puristen verstanden, die gesagt haben, ein Buch sei immer besser als der Film oder der Film könne immer mehr zeigen als das Buch.
Meist ist es wahr – wie auf diesem Bild so schön gezeigt wird -, dass der Film nur ein ganz kleines Stück des Buches widerspiegelt. Das Buch kann sich einfach sehr viel mehr Zeit nehmen. Aber oft liegt es an den Regisseuren, dass die verfilmten Bücher eben nur das sind: verfilmte Bücher. Jede Geschichte hat eine „Seele“, etwas, das sie ausmacht, ihre Aussage, ihre Atmosphäre. Wenn es dem Regisseur gelingt diese einzufangen und auf das andere Medium zu übertragen, dann ist es auch nicht schlimm, wenn an der grundlegenden Geschichte etwas geändert wird. Ein gutes Beispiel dafür ist Chocalat – als Film von Lasse Hallström, als Buch von Joanne Harris. Das Buch ist wunderbar und ich habe es genossen, aber auch der Film ist absolut bezaubernd. Wenn wir nur mehr mutige Regisseure hätten, dann wäre diese ganze Film vs. Buch-Diskussion überflüssig!

gefunden bei Book Riot

So, dann ist erst einmal alles gesagt. Bis zur nächsten Woche!

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